Halbleiterelektronik mit einzelnen Elektronen
Durch Miniaturisierung können Halbleiterstrukturen so klein gemacht werden, dass "Quantenpunkte" entstehen, bei denen einzelne Elektronen, die elektrischen Eigenschaften des Bauelements bestimmen. Die abgebildete Struktur hat nur einen Durchmesser von wenigen 100nm (100mal dünner als ein menschliches Haar).

Neue Phänomene bei kleinsten Dimensionen

Ein besonderer Aspekt moderner Festkörper- und Materialforschung liegt in der Miniaturisierung der äußeren Abmessungen bis in die Größenordnung von Mikro- und Nanometern.


Die Eigenschaften eines Stoffes ändern sich auf überraschende Weise, wenn man die Abmessungen verkleinert. Wenn die endliche Ausdehnung von Elektronen, charakterisiert durch die de-Broglie-Wellenlänge, vergleichbar wird mit der Größe des Festkörpers, so beobachtet man qualitativ neuartige Erscheinungen, die auf Quantenphänomenen beruhen. Quantenfilme, bei denen sich die Elektronen nur noch in einer Ebene bewegen können, haben unerwartete Phänomene gezeigt, wie zum Beispiel den ganzzahligen und gebrochenzahligen Quanten-Hall-Effekt. Diese Entdeckung wurde durch zwei Nobelpreise belohnt. Die praktische Bedeutung erweist sich bei den Halbleiter-Lasern oder bei den Empfängern von Satellitenantennen. Die weitere Reduzierung der Dimensionen zu ein- und nulldimensionalen Systemen führt zu dem aktiven Forschungsgebiet der Quantenpunkte. Neuartige Funktionen wie beispielsweise der Einzelelektronentransistor werden zur Zeit erforscht. Auch mechanische Phänomene, wie die Festigkeit und das Bruchverhalten, unterliegen in mikroskopischen Dimensionen wichtigen Größeneffekten, die der Einengung von kristallographischen Gitterfehlern zuzuschreiben sind. Das Verständnis von Spannungen und ihrem Abbau in extrem kleinen Volumina ist einerseits von grundlegender Bedeutung, andererseits ausschlaggebend für die Zuverlässigkeit vieler mikrotechnischer Systeme. Die Erforschung von Skalierungseffekten ist insgesamt ein gutes Beispiel für ein Gebiet, auf dem die Max-Planck-Gesellschaft eine internationale Führungsposition innehat.

Auch die Erforschung von Katalysatoren durch “in-situ”-Charakterisierung ist ein erfolgreiches interdisziplinäres Arbeitsfeld mit strategischer Bedeutung für Wissenschaft und Technologie. Durch den Einsatz von Methoden und Instrumenten, deren Aufbau eine Organisationsform jenseits derjenigen eines Universitätsinstitutes erfordert, entsteht Wissen, das für die Grundlagenforschung ebenso bedeutsam ist, wie es der Anwendung nützt. Der Fortschritt in der Präparation von Modellsystemen, zum Beispiel dünne Schichten einkristalliner Oxide, erlaubt es, die Funktion heterogener Katalysatoren auf breiter Front aufzuklären und ihre Wirkung in Form von Elementarschritten zu beschreiben.

  


Gezielte Herstellung von Katalysatoren

Durch die automatisierte Synthese können bei der Suche nach neuen Wirkstoffen 100 bis 1000 mal mehr Substanzen (potentielle Wirkstoffkandidaten) hergestellt und im biologischen Screening getestet werden, als dies auf dem konventionellen Weg der Einzelsubstanzsynthese möglich wäre.

  

MPI für Kohlenforschung (rechtsfähige Stiftung)

Neue Dimensionen der Nanoelektronik:

Quantendrähte mit einer Dicke von nur zwei Atomlagen. Nanoröhrchen werden in der Elektronik als Quantendrähte diskutiert.

  

MPI für Festkörperforschung

Vlies aus Bündeln von Nanoröhrchen, die wie ein “künstlicher Muskel” arbeiten können.

Wenn sie elektrisch aufgeladen sind, dehnen sie sich aus. Diese Eigenschaft macht die Nanoröhrchen zu idealen Materialien für bewegte Teile in Nanorobotern.

  

MPI für Festkörperforschung

Kohlenstoff-Nanoröhrchen eröffnen neue Anwendungen in der Nanaoelektronik und in derNanotechnologie.

Die winzigen Kohlenstoffröhrchen haben viele faszinierende Eigenschaften. Angefangen bei ihrer hohen Zugfestigkeit über die elektrische Leitfähigkeit bis zu ihrer Eignung als Wasserstoffspeicher. Bisher lassen sich allerdings nur winzigen Mengen herstellen.

  

MPI für Festkörperforschung